Kostenrechner · Fehlzeiten

Was kostet ein leerer Arbeitsplatz?

Jede beschäftigte Person fehlt in Deutschland im Schnitt mindestens 14,6 Arbeitstage im Jahr. Bei rund 360 € Personalkosten je Arbeitstag sind das mindestens 5.300 € pro Person. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein.

Durchschnittlich Beschäftigte im Jahr.
Orientierung: Deutschland 2025, 14,6 Arbeitstage (Destatis / IAB). Durch Ihre Daten ersetzen.
Orientierungsmodell: 45 €/Stunde × 8 Stunden (Destatis 2025). Eigene Tageskosten nach Erstattungen einsetzen.
Zusätzliche Kosten berücksichtigen
Beispiel: 100 €. Kein allgemeiner Durchschnitt. Entgangener Ergebnisbeitrag nach allen Kosten, kein Umsatz.
Nur zusätzliche Kosten, die oben noch nicht enthalten sind.
Woher stammen die Startwerte?

Orientierung: Fehltage 2025 · Arbeitskosten 2025. 360 € ist ein abgeleiteter 8-Stunden-Wert je geleisteter Arbeit, kein gemessener Krankheitstagessatz; Abwesenheitskosten sind darin anteilig enthalten. Für Ihre Kalkulation bitte eigene Tageskosten verwenden.

So vermeiden Sie Doppelzählungen

Personalkosten bewerten bezahlte, ausgefallene Arbeitszeit. Der zusätzliche Ergebnisverlust ist der entgangene Gewinnbeitrag nach Abzug aller zugehörigen Kosten, auch der bereits angesetzten Personalkosten. Verwenden Sie nicht Umsatz oder einen Deckungsbeitrag, der diese Personalkosten noch enthält. Bei Vertretung zählt nur der verbleibende Ergebnisverlust nach deren Einsatz. Sind Sie unsicher, lassen Sie den Ergebnisverlust bei 0 €.

Das Modell rechnet linear und bewertet Kapazität. Fixe Gehälter werden durch weniger Fehlzeiten nicht automatisch zu einer zahlungswirksamen Ersparnis. Langzeiterkrankungen, Entgeltfortzahlungsgrenzen, Erstattungen und Teilzeit müssen in Ihren Eingaben berücksichtigt sein.

Ausfallkosten im Beispiel / Jahr335.800 €
Bewertete Personalkosten262.800 €
Opportunitätskosten73.000 €
Zusätzliche Vertretung / Organisation0 €
Ausgefallene Arbeitstage730

Kostenmodell für Ihren Betrieb. Keine Buchhaltungsprognose.

Ihr Gesundheitsszenario

Weniger Krankheitstage:
Wie viel Geld könnten Sie sparen?

0 Tage10 Tage

Gemeint sind Krankheitstage, an denen sonst gearbeitet worden wäre. Startwert: 2,5 Tage als frei gewähltes Szenario, kein belegter bKV-Durchschnitt. Der Regler zeigt eine mögliche Veränderung, keine zugesagte Wirkung.

Rechnerisch geringerer Ausfallwert / Jahr57.500 €
Vermiedene Krankheitstage aller Mitarbeitenden125
Verbleibender Ausfallwert278.300 €

Ein finanziell bewerteter Kapazitätseffekt, keine garantierte Liquiditätsersparnis. Kosten für Maßnahmen sind noch nicht abgezogen.

≈ 25 % – was die Forschung tatsächlich sagt

Der iga.Report 28 (2015, S. 64) berichtet aus den einbezogenen älteren Studien eine durchschnittliche Senkung krankheitsbedingter Fehlzeiten um etwa 25 %. Untersucht wurden Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention, nicht die Wirkung einer bKV oder von PHC.

Studien, Maßnahmen und Zielgruppen unterscheiden sich. Der Wert ist keine Prognose für Ihr Unternehmen. Originalquelle lesen ↗

Rechenweg ansehen

Arbeitstage = Mitarbeitende × Fehltage je Person. Personalkosten = Arbeitstage × Tagespersonalkosten. Opportunitätskosten = Arbeitstage × zusätzlicher Ergebnisverlust. Zusatzkosten = Arbeitstage × Vertretungskosten. Gesamtwert = Summe dieser drei Kostenarten. Zurückgewonnene Tage = Mitarbeitende × angenommene Tage weniger je Person (höchstens die erfassten Fehltage). Szenarioeffekt = zurückgewonnene Tage × Summe der Tageskosten.

So rechnet der Fehlzeitenrechner

Ausgefallene Arbeitstage = Mitarbeitende × krankheitsbedingte Fehltage je Person. Jeder Tag wird mit den Personalkosten je Arbeitstag bewertet. Optional kommen ein zusätzlicher Ergebnisverlust und Kosten für Vertretung hinzu. Der Regler zeigt, wie sich der Wert verändert, wenn jede Person ein paar Tage weniger fehlt.

Beispiel: Betrieb mit 50 Mitarbeitenden

50 Mitarbeitende × 14,6 Fehltage = 730 ausgefallene Arbeitstage. 730 Tage × 360 € = 262.800 € Personalkosten. Mit angenommenen 100 € Ergebnisverlust je Fehltag kommen 73.000 € hinzu, zusammen 335.800 € im Jahr. Fehlt jede Person 2,5 Tage weniger, sinkt dieser Wert rechnerisch um 57.500 €.

Häufige Fragen

Warum „mindestens“ 14,6 Tage?

Die Statistik erfasst nur ärztlich gemeldete Krankschreibungen. Kurze Ausfälle ohne Krankschreibung fehlen darin, die tatsächliche Zahl der Krankheitstage dürfte laut Destatis höher liegen.

Warum melden Krankenkassen 19 bis 23 Fehltage?

Krankenkassen zählen Kalendertage, also auch Wochenenden und Feiertage, und nur ihre eigenen Versicherten. Die 14,6 Tage von Destatis und IAB sind Arbeitstage. Weil der Rechner mit Kosten je Arbeitstag rechnet, passen nur die Arbeitstage dazu.

Wie hoch ist der Schaden für die Wirtschaft insgesamt?

Die BAuA schätzt für 2024 rund 134 Mrd. € Produktionsausfall, bewertet zu Lohnkosten, und 227 Mrd. € ausgefallene Bruttowertschöpfung. Die zweite Zahl enthält die erste, beide werden nicht addiert.

Spart ein niedrigerer Krankenstand automatisch Geld?

Nicht direkt. Gehälter laufen weiter. Der Rechner bewertet die verlorene Arbeitskapazität in Euro, nicht eine Ersparnis auf dem Konto.

Wie stark kann Gesundheitsförderung Fehlzeiten senken?

Der iga.Report 28 (2015) berichtet aus älteren Studien zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Schnitt rund 25 % weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten. Das ist ein Studienwert für Präventionsprogramme, keine Prognose für eine bKV oder für Ihren Betrieb.

Woher kommen die 360 € je Arbeitstag?

Aus den Arbeitskosten je geleisteter Stunde laut Destatis 2025 (rund 45 €) mal 8 Stunden. Setzen Sie für Ihre Kalkulation besser Ihre eigenen Tageskosten ein.

Quellen: Destatis / IAB, Krankenstand 2025 ↗ · Destatis, Arbeitskosten 2025 ↗ · iga.Report 28, S. 64 ↗ · BAuA, Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 2024 ↗